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Posts Tagged ‘Textauszug’

„Bewegung ist die Sprache des Menschen. Über alle äußeren Zwecke hinaus ist sie das Instrument, mit dem er äußert, was in ihm lebt und wirkt. Es gibt kein anderes Mittel, durch das der Mensch dem Menschen vernehmlich wird.

Denn alles, was ein Mensch unternimmt, wird ja durch Bewegung verwirklicht. Jeder Handgriff des Alltags, jede Arbeit, jede künstlerische Schöpfung, die Gestalt eines Bildwerkes, der Klang einer Geigensaite, die Handschrift, all das ist sichtbar oder hörbar gewordene Bewegung der Hand und mir ihr des ganzen Leibes. […] robby-carsten_2009

Die Haltung im Stehen, Sitzen, Gehen formt den Leib; die Art des Greifens und Haltens, des Sichgebens oder Sichzurückhaltens gibt der Hand ihre sprechende Gestalt. Durch Bewegung wird wird der ganze Leib zum Ausdruck des Menschen geprägt. […]

Bewegung ist mehr als Zwecktun; sie ist eine Äußerung des ganzen Menschen, nicht nur des Körpers. Als Zwecktun ist sie auf bestimmte Stunden und Tätigkeitsgebiete beschränkt; als Sprache erfüllt und durchdringt sie das Leben.

Das Problem der Bewegung ist deshalb ein Grundproblem des Menschen. […]“

(Q.: Dore Jacobs, Die menschliche Bewegung. 5. Aufl. Seelze-Velber 1990, S. 21).

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André Protin schreibt in seinem Buch: „Aikido. Die Kampfkunst ohne Gewalt …“ zum Thema:

„… Das eigene Leben zu verteidigen, ist jedermann gegeben; es aber zu verteidigen, ohne das Leben eines anderen zu gefährden, ist viel schwieriger, und eben diese ist Sinn und Zweck des Aikido. Denn in dem Wissen, dass die Gewalt in uns allen angelegt ist, weigert sich Aikido, ihre Existenz zu verleugnen. Aber ebenso wenig kriecht es vor der Gewalt zu Kreuze, indem es das eigene Tun zu einer Art körperlicher Ausdrucksübung verharmlost. Da es selbst aus blutrünstiger Gewalt hervorgegangen ist, kennt Aikido das Faszinosum der Gewalt: Sie befreit uns von den Fesseln aller Ängste und Rücksichten. Aus diesen Gründen bekämpft es die Gewalt in ihrem eigenen Rahmen und unter den Bedingungen ihrer spektakulärsten und zugleich geläufigsten Äußerungen. Es tritt ihr nicht mit gleicher Macht und Gewalt entgegen, sondern hält ihr nur einen Spiegel vor, den unbestechlichen Spiegel eines gelassenen, friedenstiftenden Geistes.“
(A. Protin, [2, Aufl.]  1986: 122)

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